S6E2 Auf der "Grand Train Tour of Switzerland" (Teil 2)
Shownotes
In der neuen Folge des Reportage-Podcasts „Überm Berg“ setzen die Hosts die Reise entlang der "Grand Train Tour of Switzerland" fort: Sie reisen von Montreux weiter nach Leukerbad und mit dem Glacier Express nach Chur.
Unterwegs geht es um spektakuläre Alpenlandschaften, Bartgeier über dem Gemmipass, heiße Thermalquellen und die Arbeit in einer der wohl kleinsten (und fahrenden) Küchen der Schweiz. Außerdem entdecken nehmen wir Sie mit in Churs verwinkelte Altstadt, zurück in die 13.000 Jahre alte Geschichte der Stadt und in ein Bärenloch. Was es damit auf sich hat? Erfahren Sie in dieser Podcastfolge.
Host & Redaktion: Anna-Lena Limpert Host & Sound Design: Jonas Ross Redaktionelle Mitarbeit: Malin Bokel
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00:00:04: Einmal quer durch die Schweiz und das in den schönsten Zügen des Landes.
00:00:09: In diesem Podcast gehen wir auf große
00:00:11: Tour!
00:00:27: Nach
00:00:39: Leukerbad im Wallis und anschließend nach Kuhr im Kanton Graubbinden.
00:00:50: Es wird...
00:00:51: Überm Berg extrem?
00:00:54: Und gleichzeitig erfahren wir
00:00:56: Ruhe!
00:00:58: Es wird auch... Super!
00:00:59: Mir ist super!
00:01:00: ...und ganz sicher isst...
00:01:02: Also es wird uns nie langweilen,
00:01:03: ja!
00:01:04: Denn
00:01:05: man hat wirklich etwas für jeden hier.
00:01:08: Das ist die zweite Folge der sechsten Staffel von Überm Berg.
00:01:15: Mein Name ist Jonas
00:01:16: Und ich
00:01:16: bin Anna.
00:01:52: Unsere letzte Folge ist in Montreux geendet, wir haben vom mediterranen Flair den Spaziergang an der Uferpromenade und sonnenverwöhnten Besucherinnen und Besuchern im Cafes am Wasser erzählt.
00:02:03: Ganz anders aber nicht weniger schön geht es weiter.
00:02:08: Denn wir fahren von Montreu ungefähr anderthalb Stunden zu unserem nächsten Ziel.
00:02:17: Vom Kantonwart geht's ins Wallis.
00:02:32: Zugfahrt und eine kurvenreiche Busfahrt.
00:02:35: Und einige Höhenmeter später erreichen wir den nächsten Ort unserer Grand Train Tour!
00:02:42: Also ich würde auf jeden Fall immer so hidden Gems sagen...
00:02:46: Ein verstecktes Juwel, das sei der Ort.
00:02:49: Leukabad findet Ryan Maxwell.
00:02:52: Leukabad ist ein richtiges Bergdorf im Kanton Wallis.
00:02:56: es liegt auf ungefähr tausend vierhundert Meter und hat ungefähr genauso viele Einwohnerinnen.
00:03:02: Das auch Urlauber von Leukerbad erfahren, dafür sorgt Ryan.
00:03:06: Also hallo ich bin der Ryan Maxwell!
00:03:08: Ich wohne jetzt im Leukabad und arbeite als der internationale Sales & Marketing.
00:03:13: Ryan ist vor einigen Monaten von England nach Leukabad gezogen.
00:03:18: weil seine Schwester und Eltern schon länger hier leben war Ryan auch vor seinem Umzug schon öfter in dem kleinen Schweizer Dorf und er
00:03:28: findet... Man kann fast alles in Leukerbad machen.
00:03:32: Deshalb gefällt es mir wirklich, also man kann im Winter Skifahren, Snowboard fahren, Schlitten fahren, Touren, Wandern, Langlauf... Also es gibt wirklich
00:03:43: alles.".
00:03:45: Nach der Ankunft in Leuka Bad laufen wir von der Brushaltestelle zum Hotel.
00:03:50: Auf dem kurzen Weg fällt schnell auf – hier wird gern gebadet!
00:03:54: Von Hotelpools und Bädern am Rande der Straße steigt Dampf auf, wo das Blubbert an
00:03:59: allen Ecken.
00:04:00: Die Thermalbäde.
00:04:01: Das ist ein Riesending hier in Leukerbad, wo man vier Millionen Liter Wasser hat pro Tag und das alles genießen kann in der Leukervad-Zermine.
00:04:12: Und ein Riesending sind die nicht erst seit gestern.
00:04:16: Schon die Römer hatten die Quellen in Leuka Bad genutzt... ...und später wurde Leuka bad dank seines Thermalwassers zum beliebten Kurort.
00:04:28: Die Quellen in Leukerbad führen ganzjährig warmes Wasser, um genau zu sein einundfünfzig Grad warmes.
00:04:34: Im Dorf gibt es drei Thermalbäder die damit gespeist werden.
00:04:38: Ryan hat sie erwähnt – die Leukermadtherme, die Walliser Alpentherme und die Therme.
00:04:43: einund fünfzig
00:04:44: Grad.
00:04:46: Manchmal gehe ich so wirklich voll Schietouren oder Splitborden zur Torhent hoch bisschen Hingehen, wo niemand anders ist.
00:04:57: Snowboard fahren den ganzen Tag richtig sportlichmäßig und dann danach im Thermalbad ein bisschen genießen
00:05:04: wiederholen.".
00:05:06: In Leukerbad gibt es seit dem Jahr zwei Tausend drei sogar eine Thermalkwellenzunft – Ein Verein also aus Einheimischen der sich für die Bewahrung der Thermalkwellen einsetzt!
00:05:21: Neben der Entspannung im warmen Wasser steht in Leukerbad aber auch Outdoor-Action hoch im Kurs.
00:05:26: Ein berühmtes Ausflugsziel in Leuka Bad ist der Gemipass.
00:05:30: Das ist ein Gebirgspass, der über dem Dorf droht auf über zwei Tausend dreihundertfünfzig Meter.
00:05:37: Man erreicht ihn entweder über den Gemiweg zu Fuß oder mit der Gemibahn.
00:05:44: Die bringt Besucherinnen und Besucher in einer Gondel seit neunzehntundseinhalbzig auf dem Gebirgspass
00:05:51: Und heute fahren auch wir mit ihr.
00:05:53: Das ist echt heiß!
00:05:56: So, jetzt gehen Sie los hier, Gemmibahn.
00:05:58: Wie hoch
00:06:00: geht's?
00:06:00: Äh, es ist zwei Tausend
00:06:02: drei
00:06:03: Hundert
00:06:05: und fünfzehn Meter
00:06:05: hoch.
00:06:20: Tausend Höhenmeter.
00:06:21: in wenigen Minuten später entfängt uns oben auf dem Pass ein Restaurant, ein Hotel und klar ein tolles Panorama.
00:06:30: Der Gemipass liegt im Naturpark Fin Finkis der übrigens ausgezeichnet ist als Naturpak von nationaler Bedeutung.
00:06:39: Die Gemi dient als Ausgangspunkt für unterschiedliche Aktivitäten.
00:06:44: man kann hier wandern Skifahren lang laufen Klettern Schlitten fahren oder
00:06:53: So.
00:06:53: ein berühmtes Teil hier ist der Bartgeier.
00:06:57: Der Bedi Wolches gibt es dann auch öfters, dass er fliegt hier überall rum und ganz viele Leute kommen hier.
00:07:03: Ja also man hat wirklich kommt drauf an ob er raus ist oder nicht.
00:07:09: Wenn einer draußen ist, dann übersieht man so einen Bartgeirr eher nicht.
00:07:13: Die Vögel haben eine Flügelspannweite von bis zu drei Metern
00:07:17: Aber Glück muss man tatsächlich haben.
00:07:20: Im Jahrhundert waren die Vögel in den Alpen ausgerottet.
00:07:24: Badgeiern wurde räuberisches Verhalten und sogar Kindesraub unterstellt, mutmaßlich aufgrund ihrer für Menschen einschüchternden
00:07:32: Größe.
00:07:33: Heute weiß man völlig zu Unrecht, denn Badgeier ernähren sich von Ars- und Knochen.
00:07:39: Ende der neunzenhundneinziger Jahre begannen Projekte die Wiederansiedlung des Badgeiers in den alpen – und das bereits mit Erfolg!
00:07:47: Eine für die Wiederansiedlung verantwortliche Stiftung pro Badgeier schreibt auf ihrer Website, dass es derzeit ungefähr fivehundertfünfzig Badgeir in den Alpen gibt.
00:07:57: Und ein paar von ihnen ziehen ab und an über dem Gennipass im Leukerbad ihre Kreise.
00:08:04: Neben den bärtigen Vögeln sind zum Beispiel auch Steinböcke hier zu Hause – und klar, auch hier muss man Glück haben.
00:08:12: oder geübte
00:08:13: Augen!
00:08:38: Wir sehen heute leider keiner.
00:08:40: Dafür aber eine Gamsherde, die knapp unter der Passhöhe entlangläuft und die Gemme passiert.
00:08:45: Sie tun das sozusagen ganz in alter Traditionen.
00:08:49: Schon im Mittelalter wurde der Gemipass eine wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen dem Wallis und Bern.
00:08:57: Urkunden aus dem XII.
00:08:58: und XIII.
00:08:59: Jahrhundert belegen die Bewirtschaftung der Weiden auf den Pass, ein Hospiz ist dort auch dokumentiert.
00:09:05: Woher der Name Gemi kommt?
00:09:07: Ist nicht ganz sicher!
00:09:09: Eine Erklärung klingt besonders plausibel – Gemi komme von Kamini was so viel heißt wie Wege oder Durchgänge.
00:09:17: So oder so ist der Gemipass noch heute einer der markantesten
00:09:22: Alpenübergänge
00:09:23: des Schweiz.
00:09:24: Oben auf dem Gemi-Pass stehen fällt der Blick schnell auf den nahegelegenen Daubensee.
00:09:30: Das ist dann der kleine Lift hier vom Daubensee.
00:09:33: Man kann da eine schöne Wand rum im Sommer machen oder hier, wie gesagt, man kann auch in der Mitte runterwandern und auf die linken Seite einmal Schlitten fahren und auf der rechten Seite Schlittenfahren.
00:09:43: Und
00:09:44: damit den Lift wieder hoch.
00:09:46: Bei unserem Besuch im April liegt auf dem Gemipass noch Schnee.
00:09:51: Shia haben wir nicht dabei aber...
00:09:54: Also würdet ihr gerne Schlitten fangen?
00:09:55: Ja gern!
00:10:02: Dafür kann man sich an der Gondelstation Schlitten leihen.
00:10:06: Und das heißt?
00:10:13: Von der Gndelstation führen zwei Schlittenwege nach unten, erklärt uns Ryan.
00:10:17: Es gibt zwei verschiedene.
00:10:19: hier ist eigentlich der einfache und dann hier ist ein bisschen Intermediate.
00:10:28: Eigentlich wenn
00:10:31: wir an Schlitten... Wenn
00:10:39: man nach hinten geht, geht es schneller.
00:10:41: Wenn wir nach vorne halten, hat man ein bisschen mehr Kontrolle und dann mit Beinen... Also ich lasse das eigentlich immer normalerweise, dass die Füße ein bisschen auf dem Boden sind, einfach
00:10:49: so
00:10:49: ein bisschen
00:10:50: rutschen
00:10:51: damit man das
00:10:51: Gefühl hat Ein paar Runden später, mit etwas nassen Hosen und ordentlich Adrenalin im Blut fahren wir ein letztes Mal mit der Daubenseepahn nach oben und kehren im Panorama-Restaurant ein.
00:11:28: Zum Tourismusgebiet Mai Leukerbad gehören übrigens auch die Gemeinden Inden, Waren und Albinen.
00:11:34: Dieses kleine Dorf wurde bekannt weil es Menschen sich dort niederlassen und eine Immobilie kaufen oder bauen wollen, Geld zahlt.
00:11:43: Albinen will so dem Bevölkerungsbezug entgegenwirken.
00:11:46: Vielleicht ist es ja was für sie?
00:11:48: Wir denken noch mal drüber nach aber wollen uns vorher weiter umschauen.
00:11:53: Für uns geht's weiter zum nächsten Stopp und wir verabschieden uns von Ryan Und die Weiterreise unternehmen wir natürlich nicht irgendwie!
00:12:05: für ein ganz besonderes Erlebnis.
00:12:08: Eine mischnotischen Staunen und Ruhe.
00:12:29: Sie erlebt man hoffentlich bei einer Fahrt mit dem Schweizer Panorama-Zug Glacier Express.
00:12:36: So, er geht auch mir jedes Mal – auch nach dreißigmal!
00:12:40: Wir treffen Jasmin Bayela.
00:12:42: Hallo Jonas,
00:12:46: hi.
00:12:48: Mein Name ist Jasmin Bejela und ich bin zuständig für Medien- und Kommunikation, also Mediencommunicationsmanager beim Classier Express.
00:12:56: Jasmin fährt sehr häufig mit dem Classier-Express – meistens um Produktionen und Medienteams zu begleiten.
00:13:02: Aber ich lieb's jedes Mal!
00:13:07: Wir setzen uns mit Jasmin auf die bequem Sitze der ersten Klasse direkt vor den großen Fenster…und die Fahrt beginnt.
00:13:16: Für uns geht es von Brig bis nach Kuhr im Kanton Graubin.
00:13:20: Neben uns sitzen Reisende aus Deutschland und England, durch den Waggon schwebt gut gelauntes Servicepersonal.
00:13:26: Von den Kurven die der Glacier-Express nimmt bleibt ihr Gleichgewicht unbeeindruckt.
00:13:31: Ich wiederum finde das ziemlich beeindruckend!
00:13:35: Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von zweiundvierzig Stundenkilometern nennt sich der Glacierexpress auch langsamster Schnellzug in der Welt.
00:13:44: Schnell genug um vorwärts zu kommen und langsam genug damit Fahrgäste währenddessen die Landschaft bestaunen können.
00:13:51: Wie ein Discovery Channel on Wheels, erklärt Jasmin vor den Panoramafenstern sieht man
00:13:58: immer etwas anders.
00:14:00: also schon mal mit den Jahreszeiten verändert sich die Landsschaft.
00:14:04: aber
00:14:04: auch ich reise mit unterschiedlichen Personen und ist ganz spannend wenn sie sich auf unterschiedliche Aspekte achten wenn Sie nach draußen schauen.
00:14:13: Also ich hatte auch vor kurzem eine Reise.
00:14:39: Für den Glacier Express ist wie in allen Panorama-Zügen mit dem Swiss Travel Pass eine zusätzliche Reservierungnot.
00:14:46: Andere Züge, Bahnen, Schiffe oder einige Bergfahrten überall in der Schweiz und entlang der Grand Train Tour sind für Besucherinnen und Besucher in diesem Ticket inklusive.
00:15:18: zum historischen Knotenpunkt
00:15:19: Andermatt.
00:15:21: Dann fährt man mitten durch das Dorf und kommt dann langsam den oberen Pass
00:15:26: hoch,
00:15:27: wo wir eigentlich den Weg starten, wo jetzt
00:15:29: mitten
00:15:30: in den Alpen sind.
00:15:31: Also links und rechts ist man wirklich zwischen den Alten was aus meiner Sicht auch eine der einrücksten Momente der Strecke ist
00:15:41: Und er ist gleichzeitig auch der höchste Punkt der Stricke.
00:15:44: Der Oberalp-Pass liegt auf zwei Tausend dreiunddreißig Metern.
00:15:49: Es gibt
00:15:49: keinen anderen Zug, der so stark wirklich in der Mitte ist von den Bergen und du einfach nur staunen kannst wie die Natur da rum ist.
00:16:01: Der Zug rollt über dem Pass direkt vorbei etwa am Oberalpssee, der im Winter zugefroren und im Sommer von bunten Alpenblumen umringt
00:16:08: ist.
00:16:11: Dann gehen wir auch weiter nach Kur, da kommen mir durch die Rheinschlucht.
00:16:15: Die wird ebenfalls Swiss Grand Canyon genannt.
00:16:23: Er entstand vor rund zehntausend Jahren.
00:16:28: Damals hat ein Bergsturz das Tal verbarrikadiert.
00:16:32: Der Rhein hat sich schließlich seinen Weg durch die Geröllmassen gegraben und die Felsformation geschaffen.
00:16:39: Wie der Rhein schlängelt sich auch der Glacier-Express durch die grauweißen Felsen vorbei.
00:16:47: Diese Landschaft ist für Yasmin Bayerler eines der Highlights auf einer Fahrt mit dem Classier-Express.
00:16:53: Aber auch die Kulinarik an Bord, also es ist der einzige Zug in der Schweiz wo es eine Küche gibt, wo frisch zubereitete Mahlzeiten gemacht werden
00:17:04: und die Zaubert Koch Thomas Schubert.
00:17:13: Wir dürfen ihn während der Fahrt in seinem wirklich kleinen Reich besuchen.
00:17:31: Und auf den wenigen Quadratmetern Küche passiert viel!
00:17:35: Thomas bereitet während der Fahrt für die Passagiere der sogenannten Excellence-Klas ein Fünfgängemenü und für einige Fahrgäste der ersten und zweiten Klasse auf Wunsch mehrgängige Menüs oder Gerichte zu.
00:17:46: Hast du Feierabend nach der letzten Käseplätze?
00:17:49: Nein,
00:17:50: sondern
00:17:51: ich muss bis nach St.
00:17:52: Moritz und dann wenn ich fertig bin noch zwei Stunden wieder zurückfahre
00:17:57: auf GUR
00:17:58: also wenn alles nach Plan läuft abends um sieben
00:18:01: Und während dieser Arbeitsstunden ist es echt... Für Koch Thomas ist sein Arbeitsplatz etwas ganz Besonderes.
00:18:11: Weißt du, was das Verrückte ist?
00:18:12: Ich habe so viele Bekannte in der Schweiz oder auch kennengelernt und sie fragen dann immer ja am meisten sage ich bin Koch.
00:18:18: Ja, wo kocht ihr auf dem Glas?
00:18:19: hier Express?
00:18:20: Und dann sage selbst Schweizer wow!
00:18:23: Thomas hat nach seiner ersten Karriere das
00:18:26: Kochen gelernt
00:18:26: – und dann in unterschiedlichen Ländern unter anderem Indonesien als Koch gearbeitet.
00:18:32: Als die Stelle beim Glacier-Express ausgeschrieben wurde, bewahrt er sich – nach der Zusage war sein Gedanke?
00:18:39: Machst du mal!
00:18:41: Guckst mal wie es ist und jetzt nächste Woche vier Jahre und ich glaub' ich wechseln nicht
00:18:45: mehr.".
00:18:46: Umgewöhnen musste Thomas sich anfangs schon aufgrund der besonderen Bedingungen hier im Zug.
00:18:52: Die Küche ist klein, er kocht alleine.
00:18:54: Während der Fahrt ruckelt es manchmal und wenn was fehlt dann ist der nächste Markt nicht gerade um die Ecke.
00:18:59: Es läuft ja alles ein bisschen anders.
00:19:01: Wir können
00:19:01: nur einmal im Tag Ware beladen
00:19:04: in Kur.
00:19:05: Das muss dann in zehn Minuten zurückgehen, das ist los!
00:19:08: Und
00:19:09: auch unser Bestellsystem funktioniert ja ganz anders.
00:19:12: Das ist spezielle Gastronomie.
00:19:14: Tja dadurch bleibt's natürlich auch aufregend.
00:19:18: Das meiste ist eigentlich, dass ich jede Tag motiviert auf den Zug.
00:19:21: Weil es klingt vielleicht relativ langweilig, der arbeitet als Koch auf dem Zug aber es ist nie jeden Tag dasselbe.
00:19:28: Es ist jeden Tag irgendwas anderes.
00:19:31: Wir mischen so viel Reagiere oft in Naturgewalten, technische Probleme wo die Bahnen habe.
00:19:36: dann musst du alles komplett umplanen.
00:19:39: Aber klar nach ein paar Jahren kommt Routine rein auch beim Blick aus dem kleinen Küchenfenster.
00:19:45: Ich kenne jede
00:19:46: Baum und im Sommer jede Kuh.
00:19:48: Und eine Lieblingsstelle hat Thomas auch einen Ort, bei dem er immer kurz den Löffel aus der Hand legt und aus dem Fenster
00:19:56: schaut.
00:19:57: Dann gucke ich jede Tag eine Minute, die nehme ich
00:20:04: mir etwas einfach.
00:20:05: Und dann gucke
00:20:05: immer und da steht immer einer.
00:20:07: Und ich rede mir immer ein der hat gewartet bis ich vorbei bin.
00:20:10: Und selbst für Winter gucke Ich an dieser Stelle raus und denke jetzt
00:20:13: schlafen sie.
00:20:14: Schneis ist schon schön.
00:20:15: Aber allzu lang wird die Aussicht nicht genossen denn hungrige Gäste warten und die zu verwöhnen das merkt man im Gespräch schnell ist Thomas absolute Leidenschaft.
00:20:37: Nachdem wir genug vor Thomas Herd geschwitzt haben, gehen wir zurück zu unseren Plätzen um die letzten Minuten der Fahrt zu genießen und uns abzukühlen.
00:20:47: Den Klassierstolz teilt übrigens auch unsere Begleiterin Jasmin.
00:20:52: Also für mich ist jedes Mal ein Moment von Stolz.
00:20:57: Also eine Seite Schweizer Stolzklassie-Expressstolz, einfach dieses
00:21:04: Erlebnis
00:21:04: mit anderen Personen teilen zu können und das zu ermöglichen.
00:21:08: Um Fahrgästen mehr über den Zug die Landschaften vor den Fenstern und die dort lebenden Menschen mitzugeben hat der Klassie Express einen Infotainment System entwickelt.
00:21:18: Für jeden Gast liegen Kopfhörer bereit, die direkt am Platz genutzt werden können.
00:21:23: Er tönt ein kurzer Gong, ist das das Zeichen die Kopfhörer anzuschließen und der Durchsage mit Wissenswertem zu jeweiligen Orts zu lauschen.
00:21:32: Auf laute Durchsagen verzichtet das Team – denn wir erinnern
00:21:35: uns!
00:21:44: Da
00:21:54: kamen eigentlich auch erste Zweifel, ob das überhaupt dann gewünscht ist weniger inszeniert zu haben.
00:22:02: Weil es kam dann die Idee eine Excellence-Klasse machen, die ruhiger ist, die wirklich darum geht diese Ruhe zu finden, zu genießen und dass der Luxus gar nicht unbedingt in etwas Lautem sein muss sondern Luxus auch stiller sein kann einfach den Luxus die Zeit zu haben, das zu erleben.
00:22:28: Sein Namen hat der Clasier-Express übrigens noch aus der Zeit als der Zug über den Furkar Pass vor.
00:22:35: Und deshalb kam eigentlich auch der Name davon weil es wirklich eine Fahrt war wo man den Gletscher sehen konnte.
00:22:43: Heute gibt es den Furcar Tunnel der Oberwald im Wallis und Realb im Kanton Uri verbindet.
00:22:48: Aber auch wenn man heutzutage über den Pass fährt, leider sieht man den Gletscher nicht mehr
00:22:55: weil
00:22:57: er halt geschmolzen ist.
00:22:59: Und man sieht weiterhin noch einen Gletschern entlang die Strecke, den Biss-Gletscher.
00:23:05: Der ist kurz vor oder nach Zermatt je nachdem von welcher Richtung man her kommt.
00:23:12: Seine erste Fahrt auf vollendeter Strecke hat der Glastier-Express übrigens neunzehntundertdreißig gemacht.
00:23:18: Seitdem passierte erfolgreich zweihundertneinundundzig Brücken und durchfährt einundneunzig Tonne.
00:23:25: Für uns endet die Fahrt in Kuhr, der Hauptstadt des Kantons Graubünden.
00:23:30: Zusammen mit Jasmin steigen wir aus.
00:23:32: Jasmin fährt weiter Richtung Zürich.
00:23:35: Und wir?
00:23:35: Wir laufen vom Bahnhof durch die schönen Straßen.
00:23:39: Es ist sommerlich warm und Einheimische sitzen neben Urlaubsgästen in den Cafés entlang der Straße und im Parks.
00:24:07: Eine kurze Pause später treffen wir unseren nächsten Gesprächspartner, einen, der einen ganz guten Überblick darüber hat was in Kur so passiert.
00:24:17: Er heißt
00:24:18: Fabian Marsch
00:24:19: und ist
00:24:19: Geschäftsleiter vom Kur-Tourismus.
00:24:21: Fabians Aufgabe ist, Kur im Innen- und Ausland zu vermarkten und damit zu schauen...
00:24:26: ...was wir mögen.
00:24:27: Viele Leute nach Kuh bringen.
00:24:29: Wir sind auf jeden Fall schon da und machen es uns kurz in einem Café mit Fabien gemütlich, bevor wir danach einen Stadtrundgang durch Kur beplant haben.
00:24:38: Also wir sitzen hier an der Bahnhofstrasse im.
00:24:40: Café Merz ist einer von zahlreichen Cafés die wir hier in der Stadt Kuh haben.
00:24:46: Die Bahnhofstraße ist eigentlich so die Verbindungsstraße vom Bahnhof bis zum Postplatz wo der Eingang zur Altstadt dann beginnt.
00:24:53: Früher war hinter uns alles noch Verkehrstreiben.
00:24:56: Mittlerweile ist die ganze Straße verkehrsfrei und eigentlich so eine Shopping- und Kaffeepromenade.
00:25:02: Viele Urlauberinnen und Urlaubers sehen Kur als Ausgangspunkt für Weiterreisen in unterschiedliche Regionen der Schweiz, erzählt Fabia.
00:25:10: Also von hier weg geht es mit dem Berliner Express zum Beispiel nach Tirano und zurück, man ist abends wieder in der Stadt und kann die Kultur das Essen erleben.
00:25:19: Man kann aber auch nach Rosa hochfahren, zum Beispiel in Sperrenland ist Nachmittags wieder zurück und besucht den Museum.
00:25:25: Und hat dann das Abendessen oder man ist wirklich den ganzen Tag in der Stadt selber geht auf den Hausberg Brambrüsch wandern.
00:25:31: Man kann auch das Fahrrad mitnehmen und vielleicht die Mutigeren nehmen da ein bisschen den Downhill Teil.
00:25:37: Die anderen, die es weniger mut haben, die nehmen dann den normalen Weg als gibt's so wie beides.
00:25:41: Nach Downhill Abenteuern ist man dann hungrig und auch für diesen Zustand war es Kur-Aphilfe!
00:25:48: Es ist klar mit Kapuns, Malons, Pizockeri auch das dann mehr vom Buschlaf aber das so die bündner Küche.
00:25:58: Kapuns – das sind mit Spätzleteig und traditionellerweise fleisch gefüllte Mangoldblätter.
00:26:04: Die werden in einer Milch-Bouillon-Mischung gekocht.
00:26:07: Malons ist ein Gericht aus geriebenen Kartoffeln, die zuvor mit Mehl vermischt und dann geröstet werden.
00:26:13: Meist gibt es dazu Bergkäse und Apfelmousse
00:26:16: Und Pizzoccherie sind Nudeln aus Buchweizen.
00:26:19: Oft serviert mit einer Mischung aus Wirsing, Kartoffeln und Käse.
00:26:24: Dann gibt es noch die Kura Pfirsichsteine.
00:26:26: Die bekommt man in der Ralschapp beim Zuckerbecker am besten.
00:26:28: Der hat dort noch ein traditioneller Rezept drin.
00:26:31: Das hat bis auf die Form nichts mit Pfirsicheinen zu tun.
00:26:35: Kura-Pfirsichstein bestehen aus einem Marzipanmix.
00:26:38: Das traditionelle Rezept ist aber natürlich streng geheim!
00:26:43: Ein Kern und sich durchtesten.
00:26:44: Das sollte man bei einem Besuch in Kur und Graubünden nicht auslassen.
00:26:48: Fabian umreist noch mal, welchen Flair-Mann währenddessen aufsaugen kann.
00:26:53: Urban aber auch alt trifft neu.
00:26:58: also wirklich so die Allstadt trifft die Moderne es ist jung.
00:27:06: ich finde auch zukunftsgerichtet.
00:27:07: also die Stadt entwickelt sich immer weiter sehr naturner und das historische ist nicht verloren gegangen.
00:27:18: Und kulturell würde ich noch
00:27:20: anfingen.
00:27:21: Für unsere Tour durch KUR empfiehlt uns Fabian, sollten wir auf jeden Fall...
00:27:27: Ganz klar in die Altstadt!
00:27:28: ...und eine, die uns superdurch die autofreie Altstadt loten kann ist unsere Stadtführerin.
00:27:33: Wir treffen Imelda Grisch.
00:27:35: Die hat ja
00:27:36: ne gute Guide in ihr.
00:27:37: Deswegen ist es ein wandendes Lexikon.
00:27:40: Also verabschieden wir Fabian im Tourismus Büro und er übergibt uns in die Hände seiner Kollegin.
00:27:46: Hallo
00:27:51: Und auch die sagt,
00:27:52: wenn man einen Tag herzeit hat dich wird einfach mal durch die Altstadt schlendem.
00:27:56: Schließlich ist KUR die älteste Stadt der Schweiz und ihre Altstadt sehr gut in Schuss.
00:28:02: Sie gilt sogar als eine der am besten Erhaltenden des
00:28:05: Landes.
00:28:06: Na dann los geht's!
00:28:13: Im Melder ist nicht in KUR aber unweit der Stadt im Herzen von Graubünden aufgewachsen erzählt
00:28:19: sie Ich habe eine Ausbildung gemacht als Lehrerin, habe dann ein paar Jahre gearbeitet.
00:28:26: Und mache seit über dreißig Jahren Stadtführungen in KUR und ebenso lang auch Reiseleitungen in der Schweiz.
00:28:38: Im Melda ist übrigens die Dienstälztestadtführerin bei KUR Tourismus denn?
00:28:43: Das macht unheimlich Spaß!
00:28:46: Ja ich kann nicht aufhören zu arbeiten.
00:28:49: Das Weitergeben von Wissen einerseits, aber auch die eigene Beschäftigung mit Orten, Menschen und Themen.
00:28:55: Genau ja!
00:28:57: Und ich bin unheimlich
00:28:58: neugierig.".
00:29:02: Wir sind das auch – und deswegen schlendern wir mit E-Mail da los.
00:29:06: Einige Meter von Fabians Tourismusbüro und Unweit des Bahnhofs entfernt beginnt auch schon die Altstadt… Von Kuhr.
00:29:19: Oder auf Rhetoromanisch, zumindest in zwei der Idiome die ihr Melderspricht?
00:29:24: Wer
00:29:26: übrigens mit dem Wort Idioma jetzt nichts anfangen kann sollte vielleicht in unsere Staffel aus Graubünden aus dem letzten Jahr noch einmal reinhören.
00:29:33: Den Eingang zur Altstadt markiert eine Skulptur vom Kura-Künstler Robert Indermauer.
00:29:39: Orbiter heißt ihn.
00:29:40: Sie sehen dieser Stelzenläufer!
00:29:43: Er sagt, er wagt sich ganz nach oben bis zur Umlaufbahn der Satelliten.
00:29:48: Er nennt ihn Orbiter.
00:29:50: Er schreitet voran guckt noch schnell nach Hunden ob nichts im Weg ist und dann kommt er wahrscheinlich hier über den Streifen geht runter zum Bahnhof und verlässt mit grossen Schritten unsere Stadt.
00:30:02: Ganz im Gegensatz zu unseren Plänen also ohne Stelzen laufen wir weiter entlang der gepflasterten Straßen.
00:30:09: Imelda zeigt uns eine Abbildung der Kura-Altstadt.
00:30:13: Und Sie sehen,
00:30:13: Kur hat die Form eines Herzens.
00:30:17: Rettomanisch heißt Herz-Kur.
00:30:19: Anlass genug für Imelder ab und an mit der eigens kreierten Legende um die Ecke zu kommen dass diese Form –und die Übersetzung des Wortes Herz– auch Grund für den Namen der Stadt Kur sind.
00:30:33: Herz!
00:30:33: Deine herzliche
00:30:35: Stadt.
00:30:37: Das stimmt.
00:30:38: Und auch wenn die Wahrheit weniger poetisch klingt, erzählt ihr Mälder uns später noch.
00:30:44: Kur, das Wort kur kommt vom keltischen Wort Korea und Korea heißt Stamm oder Sippe.
00:30:53: Die Kura Altstadt ist gesäumt von kleinen Läden, Bäckereien, Cafés & Restaurants.
00:30:59: Die Magnolien am Straßenrand blühen bei unserem Besuch nicht.
00:31:03: Wir haben hier Poststraße, Bahnhochstassen Einkaufsmeilen.
00:31:09: Wir haben etwa fünfhundert Läden im Kur, hundertdreißig Restaurationsbetriebe und
00:31:17: fast
00:31:17: hundert Koffersalons oder Risösalon.
00:31:21: Also es wird uns nie langweilig.
00:31:22: Ja, ich werde wegen Schoppen gut essen oder zum Friseur.
00:31:27: Oder die Kura verweilen im grünen Fontana-Park.
00:31:30: Das ist der Fontana Park und er heißt
00:31:33: so Weil wir da vorne ein Denkmal
00:31:36: haben
00:31:36: vom Benedett Spontane, das war ein Freiheitsheld der vor über fünfhundert Jahren
00:31:42: ganz
00:31:42: zohnt ist im Münstertal gegen die Österreicher gekämpft hat und dann bei dieser Schlacht ist er gestorben.
00:31:51: An vielen Ecken machen Verhalt und Imelder ordnet die Geschichte von Häusern Kunstwerken oder Straßenecken in die bewegte Historie der gesamten Stadt ein.
00:32:00: Denn KUR hat eine fünftausendjährige kontinuierliche Siedlungsgeschichte Und es damit die älteste Stadt der Schweiz.
00:32:08: Wir haben aber vor etwa fünfzehnzig Jahren Ausgrabungen gemacht in der Altstadt, am Hof Hügel und da hat man Messer und Stichel gefunden von Menschen, die elftausend vor Christus schon hier lebten – das waren Jäger und Sammler!
00:32:25: Ja, und dann fünfzehnt vor Christos haben die Römer unser Land erobert?
00:32:29: Im vierten Jahrhundert nach Christus wurde Kurdann zu Bischofs statt.
00:32:34: Das Bestum wurde gegründet
00:32:37: Und um fünfhundert waren die Ostgoten hier.
00:32:40: Dann hat man Kur nicht nur Kuria, wie zur Römischer Zeit genannt, sondern Theodorikopolis.
00:32:46: Dann ist unser Land unter die Frankenherrschaft gekommen und später integriert uns heilige römische Reich.
00:32:52: Im zehnten Jahrhundert ist unser Bischof Vodal her geworden, im zwölften Jahrhunderte ist der Fürstbischof
00:32:57: geworden... ...und auch vierzehnhundertsechzig ist ein entscheidendes Jahr für Kur!
00:33:08: Damals gibt es einen großen Brand, bei dem fast die gesamte Stadt zerstört
00:33:12: wurde.
00:33:13: Auch das Rathaus fiel den Flammen zum Unpfadern mit Samt der alten Urkunden, die dort aufbewahrt wurden.
00:33:20: Deshalb entsanden die Kura ihren Stadschreiber zum Kaiser nach Wien.
00:33:25: Kaiser Friedrich III soll die Altenrechte der Stadt bestätigen – was er schließlich auch tut.
00:33:31: Gleichzeitig gestattet er den Kuran Die Gründung von Zünften.
00:33:38: Rebläute, Schuhmacher, Schneider, Schmiede und Pfister entwickeln sich in der Folge zur wichtigsten politischen Kraft.
00:33:46: In Kuh!
00:33:50: Diese Zünfte haben dann alles geregelt.
00:33:53: Einmal im Jahr haben sie Wahlen vorgenommen, haben den Zunftmeister oder ZunftMeister und dann einen kleinen großen Rat gewählt und schlust
00:34:00: dem Bürgermeister
00:34:01: also.
00:34:01: von da an hatte der Bischof politisch nichts mehr
00:34:04: zu sagen.
00:34:05: Dann ist der Freistaat Rätseln entstanden Und in den letzten Jahren ist Graubünden der Eidgenossenschaft beigetreten.
00:34:12: Als achzehnter Kanton.
00:34:14: Graubinden, das Wort kommt daher.
00:34:18: Wir hatten im Vorderrheintal die Wetscherschaft.
00:34:21: Das hat eine lange graue Rolle und aus dieser Rolle haben die Bauern Kleider gefertigt.
00:34:29: Man nannte sie die Gravenpuren.
00:34:32: Der graue Bund war politisch der stärkste Bund Und der hat dann unserem Kanton den Namen gegeben.
00:34:41: Die Bauern waren grau bekleidet, im Gegensatz zu den Adligen die meistens schwarz oder farbig gekleidet werden.
00:34:48: Wir laufen weiter um Rester der alten Stadtmauer anzuschauen, die viele Jahrhunderte und Brände bis heute überlebt haben.
00:34:56: Das ist aus der Stadtumauerung und die Stadtmaurier ist dem Dreizehnte
00:34:59: mehr Hunde gebaut.
00:35:00: Also das war neben dem Untergrund, dass leider nicht
00:35:03: existiert.
00:35:04: Das wichtigste Tor.
00:35:05: hier hat man die Stadt verlassen.
00:35:06: Sie müssen sich vorstellen, Kuh ist das Dorf zu den Passstraßen.
00:35:12: Früher wurden alle Tore geschlossen,
00:35:16: entweder mit Holzdürn oder Fallgitter und abends, wenn es eindunkelt,
00:35:21: der war alles verriegelt.
00:35:24: Und wenn jemand
00:35:24: so
00:35:25: spät in die Stadt rein
00:35:26: wollte und das war alles verriegelt, da kam ein ungutes Gefühl Und das war dann Torschlisspanik.
00:35:33: Die kennt man auch heute noch.
00:35:38: Genauso wie der Malteserturm und der Sennhofturm gehört übrigens auch das sogenannte Obertor, zu den noch erhaltenen Turmbauten der mittelalterlichen Stadtbefestigung.
00:35:48: Wir laufen weiter in einen mittelalterlichen Hof hinein.
00:35:52: Wir gehen hier ins Bärenloch.
00:35:54: Früher hieß es Kurti Gella, retromanisch was so viel heißt wie kleiner Hof.
00:36:00: Und dann hat man zum benannten Bärenloch und das weißte
00:36:03: ein Kurs so ganz
00:36:04: genau wie Sal.
00:36:06: Es sind Leute, die behaupten hier sei früher einmal jährlich!
00:36:10: Ein Italiener aufgekreuzt mit einem
00:36:12: Tanzbären,
00:36:13: den hätte man hier drinnen gefangen
00:36:15: gehalten.
00:36:16: Andere behaupten, hier hätte eine kindreiche Familie Bär gelebt und wiederum andere behaupteten dieser Durchgang zum nächsten Innenhof erinnere
00:36:26: ich an eine
00:36:27: Bärenhöhle.
00:36:28: Ich weiß nicht was stimmt!
00:36:29: Ich weiß nur dass ich ihnen keinen Bären aufgebunden habe
00:36:35: Und wir tun das auch
00:36:36: nicht.
00:36:37: Eine weitere wichtige Sehenswürdigkeit der Kura Altstadt ist die Kathetrale St.
00:36:41: Maria Himmelfahrt, sie thront oberhalb der Altstadt im bischöflichen Hofbezirk.
00:36:47: Die Kathetrare stammt größtenteils aus dem zwölften und dreizehnten Jahrhundert – und berühmt ist vor allem ihr spätgotischer Hochalter mit seinen hundertdreiundfünfzig geschnitzten Figuren.
00:36:58: Genauso wie die Glasfenster von Augusto Giacometti aus dem Jahr nineteen Hundertneinzehn.
00:37:03: Ein beliebter Platz ist der
00:37:05: Arcasplatz!
00:37:07: Die mittelalterlichen Häuserfassaden und moderne Weite des Platzes laden während so einer Altstatue zur Pause ein.
00:37:14: Und Fabian hat das vorhin auch schon angesprochen, denn Kur liegt neu eben gleich neben alt!
00:37:21: Hier unten haben wir das Gefängnis – das ehemalige Gefängnis.
00:37:25: bis vor fünf Jahren war hier noch ein Gefängnes.
00:37:29: Das ist der Sendhof
00:37:31: und
00:37:31: die Kurse sagt
00:37:32: in dem Sendhofs
00:37:33: Gücki Und zwar der härteste Knast in der Schweiz.
00:37:37: Das ist er heute nicht mehr, einen Knast sucht man im Senhof heute vergeblich.
00:37:43: Wobei...
00:37:44: Da hat man überlegt was sollen wir aus diesem Gefängnis machen?
00:37:47: und wir haben ein Teil dieses Gefängnisses abgemacht und haben einen kleinen Teil neu gebaut aber der größte Teil Bleibt bestehen und wir haben Wohnungen daraus gemacht.
00:38:02: Dann haben wir aber auch hier ein Restaurant, das heißt Kostbar.
00:38:07: Und darüber haben wir noch die Zellen wie sie früher waren belassen.
00:38:12: der Grundliste zählen die Türen Fenster alles belassen.
00:38:16: Das ist heute ein Hostel.
00:38:18: Im ehemals härtesten Knast der Schweiz kann man heute also sehr ruhig schlafen.
00:38:23: Wenn sie also fantasieren, wie eine Nacht im Gefängnis wohl so wäre.
00:38:30: In Kuh gibt es einen wahrscheinlich vergleichsweise luxuriösen Vorgeschwack.
00:38:35: Nach dem Blick in die Altstadt lassen wir den Abend im Senhof ausklingen.
00:38:41: Neben uns sitzen Menschen mit Drinks.
00:38:43: Lampignons leuchten bunt in der Abendämmerung.
00:38:46: Wir haben's gerne gemütlich verbünden und das berühmte Wort Pachifik heißt Nims gelassen Nimm's bei Tchiefig eben.
00:38:55: Das ist ein Schlagwort bei uns und das mache ich sehr gerne, weil die Stadt kenne ich so gut.
00:39:02: also dann will ich einfach so gemütlich machen und Kaffee trinken, Cappuccino trinken und die Atmosphäre
00:39:09: genießen.".
00:39:16: Und so machen wir es auch!
00:39:18: Wir lassen es jetzt bei Tschiefig angehen und melden uns deswegen mit neuen Folgen überm Berg im September wieder.
00:39:25: Dann gibt es zwei weitere Teile entlang der Grand Train Tour.
00:39:46: Bis dahin alles Gute.
00:39:49: Ich bin Jonas
00:39:51: und ich bin Anna,
00:39:52: bis zum nächsten Mal!
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