S6E1 Auf der "Grand Train Tour of Switzerland" (Teil 1)
Shownotes
In der neuen Staffel des Reisepodcasts „Überm Berg“ berichten die beiden Hosts von ihrer Tour entlang der „Grand Train Tour of Switzerland“ und damit von einigen der Highlights des Landes.
In dieser ersten Episode führt die Reise von Luzern nach Interlaken – an Bord des Luzern-Interlaken Express – und weiter hinauf zum Jungfraujoch. Das „Top of Europe“ liegt im UNESCO-Welterbe rund um Jungfrau, Eiger und Mönch sowie den Aletschgletscher. Seit 1912 bringt eine elektrische Zahnradbahn Reisende auf fast 3.500 Meter – zum höchstgelegenen Bahnhof Europas.
Zurück im Tal erkunden die Hosts den Brienzersee per Schiff, bevor es im GoldenPass Express weiter nach Montreux am Genfersee geht. Dort lernen sie mehr über Geschichte und Kultur – etwa bei einer Führung durch Schloss Chillon oder durch Chaplin’s World, ein Museum, das dem Schauspieler und Produzenten Charlie Chaplin gewidmet ist.
Host & Redaktion: Anna-Lena Limpert Host & Sound Design: Jonas Ross Redaktionelle Mitarbeit: Malin Bokel
Transkript anzeigen
00:00:04: Reisen und sich dabei bilden.
00:00:07: Schon in der Renaissance war die sogenannte Grand Tour, oder auch Kavaliers-Tour für die Söhne des europäischen Adels obligatorisch – und Treschik!
00:00:24: Die Engländer waren oft nach Europa geschickt für den Grand Tour, um sich zu bilden.
00:00:30: Die ging nach Rom, nach Paris und nach Athen.
00:00:33: Das wurden dann diese Tourists.
00:00:35: Und die kamen auch nach Montreux und nach Chillon und haben so eigentlich den Ort bekannt gemacht.
00:00:40: Bis heute bleibt das eigentlich so.
00:00:50: Was früher Englender in Rom waren?
00:00:54: Das sind Heute und im Falle dieser Podcaststaffel
00:00:58: wir
00:00:59: Jonas und Anna aus Deutschland.
00:01:03: Achtlich sind wir nicht und auch nur einer von uns ist ein Sohn.
00:01:06: Aber eine Tour, um uns und sie zu bilden, die machen auch wir!
00:01:11: In vier Podcastfolgen reisen wir entlang einer Grand-Tour – genauer der Grand Train-TOUR auf Switzerland.
00:01:21: Die erste von vier Etappen bringt uns von Luzern nach Interlaken und dann weiter nach Montreux am Genfer See
00:01:28: Von Gletschern zu sehen und von dort in die nächste Stadt Und das entlang der eindrucksvollsten Zugstrecken, die die Schweiz zu bieten
00:01:37: hat.
00:01:42: Nehmen wir mit!
00:01:44: In der neuen Staffel dieses Podcasts kommen Sie mit uns auf große Tour – Das ist überm Berg.
00:02:24: Die Grand Train Tour of Switzerland ist eine Rundreise durch die Schweiz.
00:02:29: Möglichkeiten, die Strecken und ihre Stops zu gestalten gibt es viele aber Jede Tour verbindet mehrere Sehenswürdigkeiten der Schweiz und Fahrten in den berühmten Panorama-Zügen des Landes.
00:02:43: Unsere persönliche Grand Train Tour startet in
00:02:47: Luzern,
00:02:47: natürlich am Bahnhof.
00:02:52: Mit dem
00:02:53: Luzernt Interlaken Express der Zentralbahn geht es – das ist keine Überraschung nach Interlaking!
00:03:04: Weder waren wir schon mal in Interlaken, noch haben wir auf einem Sitz in der Zentralbahn gesessen.
00:03:11: Ganz im Gegensatz zu Matthias Blumann.
00:03:14: Er fährt hier öfter.
00:03:15: Diese Strecke dreißig Mal und von Meiringen nach Hinterlackern ein hundertdachzig und von Innerkirchen nach Meiringe dreihundertzwölfmal.
00:03:27: Matthias ist Zugentusiast aus dem Berner Oberland.
00:03:31: In meinem Umruhestand bin ich sehr viel mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs und nur mit dem Öffentlichen Verkehr, da ich kein Auto mehr besitze.
00:03:44: Also ich bin angewiesen vor allem auf die
00:03:47: Zentralbahn.".
00:03:48: Und das isst er sehr gern!
00:03:50: Zusammen mit Matthias nehmen wir vor den großen Fenstern der Zentralbahnen Platz.
00:03:59: Also der Vorteil beim Zug ist, dass du kannst einsteigen wo du willst.
00:04:04: Das ist klar.
00:04:05: von zu Hause weg ist das immer der gleiche Ort.
00:04:08: Wir sind zeitunabhängig.
00:04:11: Ich bin ein Pensionierter der Zeit hat und nicht keine Zeit hat Und das ist sehr sehr vorteilhaft.
00:04:19: Vorteilhaft ist das auch für uns Denn Matthias hat Zeit mit uns zu fahren uns mehr über sich zu erzählen über die Umgebung, die an uns vorbeizieht.
00:04:30: Und hier im Zug, das merkt man, fühlt sich Matthias
00:04:33: wohl.".
00:04:53: Und schließlich, sagt er, gäbe es ja allein in der Schweiz so viel zu entdecken.
00:04:58: Um einen schönen Urlaub zu verbringen, müsse er nicht weit wegfliegen.
00:05:01: Also mir gefällt die Schweiz hat so viele verschiedenartige Regionen und das ist das, was mir gefellt.
00:05:13: Ich habe in der Schweiz noch soviel nicht gesehen dass ich fixiert bin auf die Schweiz.
00:05:21: Einen kleinen Ausschnitt der Schweiz entdecken wir gemeinsam und kommen allein auf diesem vorbei an unterschiedlichstem Panoram.
00:05:31: Vorbei an den Vorgärten idyllischer Bergdörfer, Seen- und Ei.
00:05:38: Und mit dabei ist auch ein Wasserfall – Der Reichenbach-Pfeil, der vor allem Sherlock Holmes-Fans ein Begriff sein
00:05:46: dürfte.
00:05:56: Und links davon sind sie ein Gebäude.
00:06:00: Hinten am Gebäuse sehen Sie den Fels und genau dort beim Gebäuden auf der gleichen Höhe nach hinten zum Felsen.
00:06:11: Dort ist
00:06:13: der Ursprung,
00:06:15: wo der Herr Professor mit Scherlekons gerungen
00:06:20: hat
00:06:21: und dort zu Bode gestürzt liegt.
00:06:23: Und das ist da
00:06:24: überhaupt eine hundert Meter.
00:06:26: Also im Roman
00:06:27: abgestürzt.
00:06:34: Und noch heute ist der Reichenbachfall eine Art Pilgerstätte für Homesfans.
00:06:40: Und auch wenn Matthias sein Heimatland schon vor seinen zahlreichen Zugreisen und ja, er notiert jede einzelne Gutkante ist eines ganz klar sagt er...
00:06:52: Dass ich die Schweiz in den letzten acht Jahren ganz klar besser gelernt habe, als du vor mit dem Auto.
00:07:02: Es gibt Ausflüge die er und seine Frau jedes Jahr machen.
00:07:05: Einer davon ist zum Beispiel die Wanderung entlang des Saanasees.
00:07:10: Aber sagt er es sei nicht nur die Ausflugsziele, die seinen Unruhrstand bereichern sondern auch
00:07:16: die Fahrten
00:07:16: selbst Vor allem aufgrund der netten Wegbegleiterinnen und Begleitern
00:07:22: Die Begleitung nimmt.
00:07:23: in der Bahn selber gibt es sehr viele schon nur mit dem Personal.
00:07:29: Sei jetzt Lokführer, sei jetzt Zugbegleiter.
00:07:32: ich kenne jetzt wirklich sehr viele und wir sind auch per du!
00:07:38: Und da gibt es immer... Ich habe noch nie nur irgendwie ein
00:07:46: schlechteres
00:07:47: Gespräch gehabt Nur immer schön und positiv.
00:07:52: Wenn ich ein hilfsbereiter Mensch bin, habe ich auch schon Leute im Zusammenhang mit Begleitern in die Mange genommen.
00:08:13: Und wenn es ihm zu bunt wird?
00:08:15: Das schreite ich dann ein.
00:08:17: Aber keine
00:08:18: Angst!
00:08:19: Meistens ist Matthias ganz freundlich – sogar so freundlig dass er die Ohren nach Nichtschweizer Dialekten aufhält um als Reiseleiter einzuspringen.
00:08:28: Das passiert öfters Und dann frage ich ganz schön, ich hätte Ihnen etwas zu erzählen.
00:08:37: Möchten Sie es wissen?
00:08:38: Aus dieser Region?
00:08:40: und dann ist die Begeisterung... Ich habe noch nie eine Absage gehabt!
00:08:46: Und aus der Erfahrung sprechend würden wir auch nicht erteilen.
00:08:50: Und falls sie Matthias Mal in der Zentralbahn treffen, klingen sie so nicht schweizerisch wie möglich.
00:09:01: Unsere Fahrt nach Interlaken ist gleich vorbei Die letzten Meter um den Brienzer See fast geschafft.
00:09:07: In dieser Region, die wir jetzt fahren interlocken ist natürlich auch sehr interessant weil interlockern ist eingebetet zwischen zwei Seen der Brienzersee und Untersee.
00:09:20: Und darum macht es das halt doppelt so interessant.
00:09:24: du bist an einem seh und anderhalb zwei stunden später bist du auf drei tausend fünf hundert m.
00:09:34: Und ja, tatsächlich haben wir genau das vor.
00:09:37: Von ganz unten einmal nach ganz oben!
00:09:40: Und deswegen verabschieden wir uns von Matthias...
00:09:43: Er bleibt sitzen und genießt nach unseren vielen Fragen die Ruhe des Unruhrstandes auf dem Weg zurück mit der Zentralbahn.
00:10:12: Wir wollen hier angekommen Interlaken entdecken.
00:10:20: auf fast drei Tausend Fünfhundert Meter.
00:10:24: Auf dieser Höhe drohen nämlich eines der Highlights der Region um Interlaken, das Jungfraujoch.
00:10:30: Seinen Namen trägt es weil es direkt unterhalb des knapp viertausend Meter hohen Berges Jungfrau liegt.
00:10:37: Die Jungfrauen ist ein Berg des sogenannten Dreigeschirns zusammen mit den Bergen Eiger und München.
00:10:44: Überwinden müssen wir die Höhenmeter weder allein noch zu Fuß.
00:10:48: Wir treffen auch hierfür zwei kompetente Reisebeklagte.
00:10:59: Am Bahnhof Interlaken begrüßen uns Annette,
00:11:02: ich heiße Annette Fuhrer und arbeite bei den Jungfrau-Bahnen in der Unternehmenskommunikation.
00:11:08: Und
00:11:09: Rudi!
00:11:10: Also ich heißen Rudy Lanz, ich komme aus Wengen und ich arbeite seit zwölf Jahren für die Jungfrabahnen Zuerst drüber auf Fürst bei Top of Adventure und jetzt seit einem Jahr als Tour guide.
00:11:24: Ich gebe Gruppen- und Medienleuten hoch aufs Jungfraujoch, und überall was Jungfrabahnen ist –
00:11:30: Führungen.
00:11:31: Gemeinsam fahren wir von Interlagen in verschiedenen Bahnen bis hoch auf's Jungfraujoch über Lauterbrunnen und die Station Kleine Scheideck sozusagen der Ausgangspunkt auf zwei Tausend Sechzig Meter bevor die Jungfrau bahnt dann, die letzten knapp neun Kilometer bis ganz nach oben bezwingt.
00:11:48: Und das tut sie übrigens schon seit nineteen
00:11:53: Hundert zwölf.
00:11:55: Zum Start der Tour rechnen wir noch mal nach was unser Körper gleich ganz deutlich
00:12:01: spüren wird.
00:12:19: Ja, eine ganze Menge also.
00:12:21: Und das in relativ kurzer Zeit!
00:12:24: Für Annette und Rudi ist die Fahrt quasi Alltag... ...und trotzdem sind sie nach wie vor begeistern.
00:12:31: Ich bin jedes Mal fasziniert von dieser hochalpine Welt und ich finde schon die Anfahrt sehr spannend ebenes.
00:12:39: Man geht von Interlaken Ost etwas mehr als fünfhundert Meter über Meer, dann auf über dreitausend Meter und man sieht so wie sich diese ganze Vegetation verändert.
00:12:50: Und am Schluss ist man dann wirklich in dieser weißen Welt aus Schnee- und Eis-Hudi
00:12:57: sagt.
00:12:57: Weil ich immer gerne in den Bergen war oder und da von der Familie her, die Berge waren immer sehr zentral.
00:13:05: ein Onkel war Bergführer Mein Vater war auch bei der Jungfrau-Bahne, bei der WAP, Stationsvorstand in Wengen.
00:13:17: Es ist einfach traumhafter hier.
00:13:20: Das Dreigestehen hier, das ist absolut einzigartiger!
00:13:24: Ab der kleinen Scheide verlaufen ungefähr sieben der neuen Kilometer im Dunkeln.
00:13:29: Denn die Schienen der Jung-Frauen-Bahn verlauchen durch die Berge Eiger und Münch.
00:13:34: Man muss sich das wirklich so vorstellen... Der Tunnel ist insgesamt sieben, sechs Kilometer lang und durch die Eiger-Nordwand zuerst auf der Nordseite führt.
00:13:45: Dann macht er so eine Kurve, geht auf der Rückseite wieder zurück und bis aufs Jungfraujoch.
00:13:52: Unterwegs Heldibahn mitten im Berg an der Station Eismerl.
00:14:08: Dort hält der Zug fünf Minuten.
00:14:11: Gäste haben die Möglichkeit und sollten eigentlich auch aussteigen, weil man aus dem Eiger hinaus durch große Fenster auf das sogenannte Eis mehr blicken kann.
00:14:22: Und das ist so ein erster Eindruck von dieser alpinen Welt mit Gletschern, die sich da erheben und in diesem schönen weiß- und blau glitzeln.
00:14:44: Die fünf Minuten nutzen auch wir, um einen Blick auf den Kletscher das ewige Eis zu erhaschen.
00:14:50: Und nicht nur für Annette ist das ein Highlight der Tour!
00:15:20: am höchsten Bahnhof Europas gewesen
00:15:22: zu sein.
00:15:23: Man sagt eben, das ist der höchste Bahnhof Europa's.
00:15:26: aber es ist natürlich nicht eigentlich ein Bahnhof sondern es bietet ganz viele verschiedene Attraktionen.
00:15:33: Hier oben auf dem Jungfraujoch gibt es mehrere Aussichtsplattformen Restaurants eine Forschungsstation oder den Eispalast Eine große Halle aus Gletscher Eis geformt und mit Eisfiguren geschmückt.
00:15:45: Durch die kann man als Besucher laufen oder viel mehr rutschen wenn man nicht aufpasst.
00:15:49: Wir werden verschiedene, sehr schön geschnitzte Eiskulturen sehen wie zum Beispiel eine Penguin-Familie oder ein Schweizer Schane.
00:16:02: Es ist relativ glatt also bitte
00:16:05: vorsichtbar.
00:16:07: Erfrischend?
00:16:08: Ja!
00:16:10: Richtig... Oh ja,
00:16:12: wahnsinnig.
00:16:13: Übrigens hat hier oben auch das höchste Postbüro Europas seinen Sitz.
00:16:18: Falls es mal wichtig wird, hier ein Service Hinweis.
00:16:21: Die Postleitzahl lautet three-eight-null-eins.
00:16:25: Und all das erkunden wir gemeinsam mit Annette und Rudi.
00:16:29: Ein bisschen langsamer
00:16:30: als
00:16:31: vor ein paar Minuten sind wir unterwegs Denn knapp drei tausend fünfhundert Meter und über zweitausend Höhenmeter gehen nicht spurlos an uns vorbei.
00:16:40: die Beine sind etwas schwerer als gewohnt der Kopf dreht sich ein klein wenig
00:16:45: Vielleicht verschwindet es.
00:16:50: Ich merke's echt!
00:16:56: Gute Aussicht bietet das Gletscher Plateau und die sogenannte Sphinx-Aussichtsplattform.
00:17:02: Ein Lift bringt Besucherinnen und Besucher innerhalb von fünfundzwanzig Sekunden nochmal über hundert Meter weiter nach oben,
00:17:28: Man steht mitten im Onesco-Welterbe.
00:17:31: Ein Gebiet um Eiger, Mönch, Jungfrau und den angrenzenden Arletschgletscher.
00:17:36: Und manchmal trifft man hier nicht nur andere interessierte Urlauberinnen.
00:17:41: Und wo ich hier oben geah, auf der Skige fahren bin im Sommer.
00:17:44: Da bin ich mal hochgekommen und dann habe ich hier geworfen, was Oranges gesehen in der Luft war.
00:17:49: Was Oranges auf dem Boden.
00:17:52: Dann waren das ein Schwang!
00:17:54: Die Schwäne vom Tunersee und Brienze See, wenn die in den Süden fliegen, kommen die hier durch.
00:18:00: Annette sagt auch nach so vielen Aufenthalten hier auf dem Jungfraujoch ist es immer wieder etwas Besonderes.
00:18:07: Obwohl ich schon x-mal war, muss ich immer einen...
00:18:15: Nachdem alle Erinnerungsfotos geschossen sind, geht es so runter.
00:18:19: Wieder ein Stück mit der Zahnradbahn und dann weiter mit dem Eiger Express.
00:18:25: Zeit um die Erlebnisse in der Kabine Revue passieren zu lassen.
00:18:29: Wir sitzen hier gerade im Eiger-Express das ist die modernste drei S Seilbahn der Welt und fahren jetzt drunter nach Grindelwald.
00:18:40: Und jetzt haben wir gerade vom Dach der Station einen Einschlag auf die Gondel
00:18:46: erlebt.".
00:18:47: Wir fahren vorbei an der berühmten Eiga-Nordwand, das Berges Eiga.
00:18:51: Annette erzählt von Bau der Jungfrau Bahn, der damals revolutionär war.
00:18:57: Ende des neunzehnten Jahrhunderts hat hier in der Schweiz der internationalen Tourismus begonnen und im Zuge dieses ist hier in der Schweiz so ein richtiges Bergbahnen-Bauffieber entstanden.
00:19:11: In dieser Region ist zu dieser Zeit eben die Berner Oberlandbahn gebaut worden, die Wengenaldbahn, die Schienige Plattebahn und dann irgendwie als Highlight oder Krönung des Ganzen die Jungfrau Bahn.
00:19:26: Initiiert wurde der Bau von Adolf Guiazella, einem Schweizer Unternehmer.
00:19:31: Sein über hundert Jahre altes Werk begeistert noch heute.
00:19:36: Da gehe ich jeden Tag hoch!
00:19:37: Das ist das Jungfrau oder?
00:19:39: Für jemanden die Schweiz besucht, ist das das Besucherziel Nummer eins in der Schweiz.
00:19:44: Das ist einfach so und somit ist es sehr schwierig was anderes zu empfehlen.
00:19:56: Wieder ein Interlaken an.
00:19:59: beschließen wir genug Höhenluft für heute.
00:20:02: Wir verabschieden uns von Rudi und
00:20:04: Annette.
00:20:14: Denn wir möchten uns Interlaken ja noch aus einer anderen Perspektive anschauen, nämlich vom Wasser aus!
00:20:25: Und auch davon gibt es hier – wie der Name des Ortes sagt – viel.
00:20:30: Interlachen heißt soviel wie zwischen den Seen.
00:20:33: Auf der einen Seite liegt der Thunersee und auf der anderen Seite der Brienzasee für den wir uns auf dieser Reise entschieden haben Denn sowieso.
00:20:43: Für den Brienzesee ist eigentlich Ausgangspunkt des Hinterlackens, für den Tunersee ist Ausgang-Punkt-Tun.
00:20:49: Wir erkunden also den Brianzeseen und zwar zusammen mit Josef.
00:20:53: Hallo!
00:20:55: Hallo!
00:20:55: Das ist Josef?
00:20:56: Ja.
00:20:56: Ich
00:20:57: bin
00:20:57: Anna, freut mich.
00:20:59: Nichts nehmt, Sepp.
00:21:01: Hi Sepp, Jonas.
00:21:04: Freut mich gut, dass es geklappt hat.
00:21:06: Ja, wir fahren jetzt eine Stunde vor zusammen.
00:21:11: Beziehungsweise, wir lassen uns fahren!
00:21:13: Willkommen
00:21:14: an Bord?
00:21:14: Dankeschön!
00:21:18: Übrigens ist auch so eine Schiffsfahrt in unserem Ticket entlang der Cran't Train Tour inkludiert.
00:21:24: Mit dem Swiss Travel Pass können Urlauberinnen und Urlauber Bahn Bus- und Schiff in der gesamten Schweiz nutzen.
00:21:31: Erzug gehören ausgewählte kostenlose oder rabattierte Bergausflüge Der kostenlose Eintritt in über fünfhundert Museen in der Schweiz.
00:21:58: Der
00:21:58: pensionierte Elektroingenieur leitet seit zwanzig Jahren Reisen für die Jungfraubahnen und sei so um die vierhundertmal auf dem Jungfrau Joch gewesen,
00:22:07: erzählt
00:22:08: er.
00:22:09: Seit drei Jahren ist er als Guide auch auf dem Brienzer See unterwegs.
00:22:13: Das ist eher schon die populaire Karte hier, oder?
00:22:16: Hier haben wir eine Jungfrauenregion und dann von Süden her... das Delta aufgeschwemmt und von Hacken, da hinten kommt der andere Fluss in den Thunersee.
00:22:28: Der hat diese Ebene mit Untersehen aufgeschwenkt.
00:22:32: Das hat dazu geführt dass diese Zwei-Teilung des Sees entstanden ist.
00:22:38: Sollte auch vor zwölf tausend Jahren.
00:22:41: Seitdem kann man das Türkisgrün des SeES bestaun?
00:22:46: Die Farbe des SeEs kommt aus zwei Gründen zustande, auf der einen Seite Mineralieneintrag von den Gletschern.
00:22:55: Ja.
00:22:56: Von einer natürlichen Erosion und das zweite die Berghänge bewaltet gibt auch so Reflexionen.
00:23:08: Und auch einen Blick hinter die Kulissen oder besser gesagt hinter Steuern dürfen wir werfen.
00:23:16: Schönen guten Tag!
00:23:17: Hallo!
00:23:18: Danke, dass wir schon
00:23:20: immer ein Problem haben.
00:23:22: Wir statten dem Kapitän des Schiffs Einen kurzen Besuch auf der Brücke ab.
00:23:28: Das ist ein Reblik, den wir hier genießen dürfen?
00:23:32: Ist so toll
00:23:33: von einer Woche ... Nee, doch eine gute Woche.
00:23:36: Wir haben
00:23:37: noch viel Schnee gesehen oben, blauen Himmel und dafür Schnee an den Bergen.
00:23:42: Der steuert schon seit Jahrzehnten als Kapitän.
00:23:45: Auf dem Wasser des Brienzer Sees unterwegs ist er aber schon länger.
00:23:49: Die
00:23:49: Gesamthaft waren es am ersten April von zwanzig Jahren.
00:23:54: Ah,
00:23:54: Glückwunsch!
00:23:55: Was den Reiz der Region für ihn ausmacht, fragen wir ihnen.
00:23:59: Sieht man sich nach twenty-fünf Jahren nicht satt an so einer Kulisse?
00:24:03: Du arbeitest und lebst in einer Gegend wo viele andere Menschen in vielen Stunden im Flugzeug sitzen viel Geld in die Hand nehmen
00:24:13: um da hinzukommen
00:24:15: Und du bist einfach hier.
00:24:17: und das ist halt schon etwas was man sich dann zwischendurch auch etwas wieder bewusst machen muss.
00:24:25: hat er auch.
00:24:50: Ein Highlight, vor allem für Reisende aus Südkorea ist die Station Isetwald Ein kleines malerisches Dorf am Ufer des Sees.
00:25:00: Auf einem kleinen Bootsstück wurden Szenen der Serie Crash Landing on You gedreht, auch dieser Ort eine Pilgerstätte für Fans.
00:25:10: Seb begeistert sich eher für andere Dinge zum Beispiel ...
00:25:15: Trinkwasser!
00:25:16: Denn?
00:25:16: Ich erlebe es auch eben mit Gästen.
00:25:18: oder die Sachen ihr habt so saubere Luft Aus dem Wasserhahn, dem Zimmer.
00:25:28: Hotel, problemlos trinken... Das ist zu neunzig Prozent dieses
00:25:33: Quellwasser.".
00:25:34: Gemeint ist natürlich das Wasser des Brienzasees.
00:25:37: Sepp findet deswegen?
00:25:39: Wir sind unglaublich privilegiert
00:25:41: eigentlich!
00:25:41: Und ja – das denken wir auch.
00:25:44: Unser Kapitän bringt uns zurück an die Anlegestelle in Interlaken und wir verabschieden Sepp.
00:25:52: Und kurz danach auch schon interlaken….
00:25:55: Denn für uns geht es weiter auf der nächsten Etappe unserer ganz persönlichen Grand Train Tour.
00:26:35: sind wir nicht allein.
00:26:38: Hallo, Bastian!
00:26:38: Freut mich.
00:26:39: Ich hab gesehen, wir haben auch einen
00:26:43: guten Zugnamen.
00:26:44: Schneier Train als der Zug.
00:26:48: Einen kurzen Abschnitt lang begleitet uns auf der Fahrt im Panorama-Zug Schneier train von der MOB.
00:26:56: Bastian arbeitet im Bereich Infrastruktur und er ist verantwortlich für die Projekte im deutschsprachigen Netzteil Und in diesem Bereich hat Bastian ein ganz besonderes Projekt betreut, dessen Ergebnis Reisende am Bahnhof von zwei Simmen ungefähr auf halber Strecke erleben können.
00:27:22: Und
00:27:33: nicht nur die Spur ändert sich auf der Strecke, sondern auch die Stromart und die Steuerungsart.
00:27:40: All das muss dieser Zug hier können und all das muss in Zweisimmen wechseln können.
00:27:46: Das kann er auch – und das ist weltweit ziemlich einzigartig!
00:27:51: Es mag einige technisch interessierte Trainspotter geben aber die meisten Reisenden nehmen häufig gar nicht so intensiv wahr welche technischen Hürden die MOB in Zweismen nimmt sagt Bastian.
00:28:05: Wenn ich manchmal zuhöre oder ein bisschen plaudere, ist es einfach ein schöner moderner Zug der komfortabel ist und man weiß um die Innovation,
00:28:15: man weiß dass das
00:28:16: irgendwie speziell ist aber ich habe das Gefühl, dass die meisten
00:28:20: Leute
00:28:20: sich da gar nicht so fest drauf einlassen sondern mehr die Fahrt genießen, heraus schauen, die Landschaft genießen.
00:28:27: Und bei allem Respekt für den Projekterfolg von Bastian und dem MOB-Team ist auch das verständlich Denn der Ausblick zwischen Interlaken und Montreux ist fantastisch.
00:28:40: Zum Beispiel auf der Höhe des berühmten Ortes Gstaat im Berner Oberland.
00:28:45: Die ist bei uns schon sehr abwechslungsreich, jetzt sind wir gerade im Moment in San
00:28:51: Möse.
00:28:51: das ist der höchste Punkt von unserer Strecke rund hundert Meter über dem Meer und wenn man nachher in Montreu ankommt sind wir vierhundert Meter mehr.
00:29:02: Jetzt haben wir es hier recht Berge die Kühlklick nachher eher den See alles weit, alles bisschen sanfter und diesen Wechsel finde ich durchaus einmalig bei der MOB.
00:29:15: Und dann verlässt uns Bastian!
00:29:17: Wir fahren alleine weiter.
00:29:19: aber wir dürfen auch in diesem Gefährt einen Blick hinter die Kulissen werfen... ...und hier will ich sprachlich korrekt sein ein Blick hinter denen Schaltknüppel.
00:29:34: Stören wir dich beim Reihenfahren?
00:29:36: Nee, kein Problem.
00:29:37: Okay das ist super.
00:29:39: Hab's doch gesagt!
00:29:40: Schönes Wetter in den Bergen.
00:29:41: Ja herrlich.
00:29:44: Lokführer Jürgen begrüßt uns in seiner Fahrerkabine ganz vorne im Zug.
00:29:48: Kannst du hier so
00:29:49: multitasken?
00:29:51: Wir hätten das sehen.
00:29:54: Und kleiner Spoiler am Rande und in eigener Sache er kann multitasken.
00:29:59: Der Zug ist nicht aufgrund dieses Interviews entgleist.
00:30:01: Alle Fahrgäste sind gemäss Schweizer Qualitätsanspruch sicher in Montreux angekommen und apropos.
00:30:28: Den hat er gegen eine weitaus bessere Aussicht eingetauscht.
00:30:46: Und weil er jede Kurve auswendig kennt, fällt Jürgen sein Lieblingsstreckenabschnitt auf unsere Frage danach schnell ein!
00:30:53: Also ich persönlich mag wahnsinnig den Abschnitt nach dem großen Tunnel, also auf beiden Seiten nach dem grossen Tunnel wenn es dann richtig um andere zugeht.
00:31:01: Der erste Streckenabschnitt da der ist einfach vom wildesten, der ist am weitesten weg von der Zivilisation, da hat man auch sehr viel Wildwechsel und so das.
00:31:08: ziemlich schön.
00:31:09: diese Strecke da,
00:31:10: da ist er richtig
00:31:10: bald berge, weg.
00:31:12: doch
00:31:16: Und den vorhin erwähnten
00:31:17: Stolz verspürt
00:31:19: Jürgen auch.
00:31:46: Und was dieser Höhenunterschied in Montreux ausmacht, das schauen wir uns an.
00:31:51: Nachdem der Golden Pass Express die kurvenreiche Strecke mit Fernblick auf den Genfersee genommen hat Und für die haben wir Jürgen mal lieber in Ruhr gelassen.
00:32:49: Kaum angekommen werden wir abgeholt, um auf eine Erkundungstour der Stadt am
00:32:54: See
00:32:54: zu gehen.
00:32:56: Und zwar von ihr!
00:32:57: Also ich bin die Dagmar Blom, komme ursprünglich aus Österreich, lebe aber seit über vierzig Jahren in der Schweiz im schönen Gimfersee und habe mir zu meinem Beruf Fremdenführerin gemacht.
00:33:08: Dagmar führt uns zu den wichtigsten Orten in Montreux und auch zu denen, die vielleicht nicht viele Urlauberinnen und Urlaube gelangen.
00:33:18: Und unser erstes Grundgefühl zum Montreux.
00:33:20: Teil, Dagmar!
00:33:22: Ich glaube dass man vor allen Dingen dieses etwas südländische hier im Montreuhu wahrscheinlich genießt das sehr im Kontrast steht zu den Bergen rundherum.
00:33:31: es ist einfach eine wunderschöne Natur und es ist ein ruhiges Leben.
00:33:35: Es ist etwas gelassen.
00:33:36: ich habe immer das Gefühl in der Schweiz und vielleicht auch hier wird mal etwas entschleunigt was in anderen Ländern nicht der Fall
00:33:43: ist.
00:33:44: Montreux erlebte sein erstes Tourismus hoch als Kurort.
00:33:48: Dank den hohen Bergen ringsum, das sauberen Wasser des Genfer Sees und vor allem dank der guten Luft.
00:33:54: Montreu war damals v.a.
00:33:55: bei Engländerinnen und Engländern sehr beliebt.
00:33:58: Man muss sich vorstellen früher sind die mit dem Pferdekutschen angefahren und dann wurde da flaniert mit den schönen Robben am See entlang.
00:34:08: Diese Epoche hat die Architektur des ehemaligen Kurorts bis heute geprägt, erzählt Dagmar.
00:34:15: Eindrucksvolle Hotels säumen die Uferpromenade von
00:34:18: Montreu
00:34:19: noch jetzt.
00:34:20: Nach der Hochzeit des Kurorts musste Montreu sich neu erfinden.
00:34:25: Besonders verdient gemacht hat sich daran Claude Knops – denn der Kulturmanager hat das Montreu Jazz Festival mitgegründet!
00:34:34: Dass der Stand seit.
00:34:41: Und was ist nicht attraktiv?
00:34:42: Ich meine, der Genfer Sädeumgebung hier ist einfach wunderschön.
00:34:47: Das findet nicht nur Dagmar sondern auch einige Stars die hier wohnen oder wohnten.
00:34:53: Einer von ihnen war der Sänger der Band Queen Freddie Mercury.
00:34:57: Ihm ist auch eine Statue am Seeufer gewidmet.
00:35:00: Freddie Mercury hat seine Songs im sogenannten Mountain Studio aufgenommen.
00:35:05: als solches existiert das nicht mehr.
00:35:07: Die ehemaligen Räume befinden sich im heutigen Casino und sind als kleines Museum ausgebaut.
00:35:13: Wir laufen entlang der Uferpromenade dorthin
00:35:21: Und das ist das Casino?
00:35:24: Denn im heutige Casino hat sich vor vielen Jahren noch ein anderes Ereignis zugetragen, dass Musikgeschichte geschrieben wird.
00:35:31: Der Auslöser ist erstmal nichts Gutes.
00:35:34: Anlässlich eines Festivals reisten Musikerin und Musiker aus der ganzen Welt an.
00:35:39: Während eines Konzerts Frank Zapper ist dann der Konzertsaal abgebrannt.
00:35:45: Angeblich hat Frank Zapper gesagt nur keine Panik, er hat selber die Gitarre aus dem Fenster geworfen und raufgesprungen.
00:35:51: So erzählen es Leute, die dabei waren.
00:35:52: ich war nicht dabei.
00:35:55: Und zufällig saß die damals noch unbekannte Band Deep Purple draußen auf der Wiese und hat die Szenerie beobachtet.
00:36:02: Die Purple saßen da heraus und haben das von draußen zugehört in so ein Wohnwagen da und haben alles im Flammen aufgehen sind.
00:36:12: Daraufhin haben sie diesen Song geschrieben, Smog und der Wurzel.
00:36:24: Neben den offensichtlichen Sehenswürdigkeiten folgen wir Dagmar zu einem eher versteckten Highlight von Montreux.
00:36:33: In vielen Städten ist die Altstadt der Anziehungspunkt für Urlauberinnen und Urlaube.
00:36:41: Ein Grund, man muss einige Minuten den Berg hochlaufen um sie zu erreichen.
00:36:47: Dagmar sagt aber...
00:36:48: Das ist nicht so weit.
00:36:50: das sind ungefähr fünfzehn Minuten bis zum Tempel Saint-Basson.
00:36:53: da oben wird man mit einer wunderbaren Aussicht belohnt und das sieht man wirklich des Herz von Montreux dort wo die Menschen gelebt haben.
00:37:00: also nichts was gebaut wurde für den Tourismus.
00:37:03: Das Original sieht man hier oben.
00:37:17: Also laufen wir gemeinsam zur Kirche in der Altstadt von Montreux und genießen den krassen Ausblick auf See- und Gebirge im Hintergrund.
00:37:29: Das ist eine meiner Lieblingsorte
00:37:30: hier.
00:37:31: Ja, ganz
00:37:31: toll!
00:37:32: Es kommt
00:37:32: wahnsinnig
00:37:33: gerne der Haufen ins Sommer.
00:37:35: Wenn es heiß ist, hier ist es kühl und wenn es unten richtig viel los
00:37:39: ist... Auch der Blick mit den alten Gemäuern ist
00:37:41: unglaublich.
00:37:43: Viele Menschen nutzen Montreux nur zur Durchreise.
00:37:46: Schade sei das sagt Dagmar denn?
00:37:49: Also es ist ein idealer Ausgangspunkt für ganz viele Ganz viele Sachen, das wissen viele nicht.
00:37:56: Man kann hier schon zwei, drei Nächte verbringen.
00:37:58: Weil wenn Sie gerne wandern ... Sie haben so viele Möglichkeiten und sie können über den See mit dem Schiff fahren.
00:38:05: Sie können nach Frankreich rüberfahren.
00:38:08: Außerdem könne man hier gut wandern auf- und um den Roché de Nehe zum Beispiel.
00:38:13: Den Hausberg von Montreux.
00:38:15: Auf denen auch natürlich eine Bahn fährt!
00:38:18: Und zwei Tipps für die kommenden Tage gibt Dagmar uns zum Abschluss der Statue noch mit.
00:38:24: Die liegen allerdings etwas außerhalb von Montreux.
00:38:27: Was man auf alle Fälle sehen muss, ist Chateau Chillon.
00:38:30: Genauso
00:38:31: wie die sogenannte Chaplin's World, die dem Schauspieler Charlie Chaplin gewidmet
00:38:36: ist.
00:38:36: Charlo, wir sie ihn hier nennen, der hat seine letzten fünfundzwanzig Jahre seines Lebens in Böve gelebt mit seiner Frau Una, die hatten acht Kinder und aus dem Wohngebäude haben Sie jetzt ein wunderschönes Museum gemacht und zwar den Charlie Chaplins' World.
00:38:52: Die ist absolut sehenswert mit einem wunderschönen Park und es geht dann ein bisschen um sein Privatleben, aber auch sehr viel um sein berufliches Wirken.
00:39:01: Und einfach im Filmgeschichte!
00:39:17: Beide Tipps wollen wir wahrnehmen und starten mit dem der für uns
00:39:22: näher
00:39:22: liegt.
00:39:23: Ungefähr zweieinhalb Kilometer nach Südosten am Genfersee und ca.
00:39:28: vierzig Minuten vom Stadtzentrum zu Fuß entfernt drohen eine mittelalterliche Wasserbank schon seit Jahrhunderten am See.
00:39:43: Das Schloss Chillon.
00:39:44: bis heute ist die Burg extrem gut erhalten und wir treffen dort
00:39:50: Franziska, ich arbeite hier seit fünfzehn Jahren und führe unsere Gäste durch das Schloss chillon
00:39:57: und so auch uns.
00:39:59: doch bevor wir losgehen einmal die Basics.
00:40:06: Ja, Chillon geht zurück auf seinen Fels.
00:40:09: Wo es erbaut ist in der alten Sprache.
00:40:11: Chillon oder Scheil heißt Stein- oder Felsen.
00:40:16: Dieser Felson, auf dem Schloss Chillon steht, ist vom See umgeben und ungefähr hundert Meter lang und fünfzig Meter breit.
00:40:24: Das heißt das Schloss ist eigentlich wie die Spitze eines Eisberges.
00:40:28: Und der Fels, was drauf gebaut ist mit dem Land verbunden, ist keine Insel.
00:40:34: Erklärt
00:40:34: Franziska
00:40:36: Schloss Chillon wurde elfhundertfünfzig erstmals erwähnt und blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück.
00:40:43: Geprägt haben es drei unterschiedliche Epochen, die der Savoyen ,die der Berner und die des Kantons Wart .
00:40:52: Die Savoya-Zeit reichte vom zwölften bis ins sechzehnter Jahrhundert.
00:40:57: Die Nähe zur Straße.
00:41:03: D.h.,
00:41:04: die Savoia, die hier im zwölfen Jahrhundert dann eine Residenz erbaut haben, die haben definitiv diesen strategischen Ort genutzt für den Handelsverkehr zu kontrollieren.
00:41:15: und was da so gehandelt wurde?
00:41:18: Da muss man sich ein ganz buntes Bild vorstellen d.h.
00:41:21: Händler vom Norden kommen die Richtung Süden gehen und von Süden Richtung Norden.
00:41:27: Das heißt, hier wird man z.B.
00:41:28: aus dem Süden Gewürze Salz noch keine lokale Salzproduktion, zwei ganz wertvolle Handelswaren dann aber auch Stoffe oder Wolle aus dem
00:41:39: Norden.".
00:41:40: Dieser Woja nutzt ein Chiron vor allem als Sommerresidenz
00:41:44: sagt Franziska.
00:41:50: Im sechzehnten Jahrhundert geht dann schon das Chiron an die Stadt Bern.
00:41:54: Bern ist die Hauptstadt der Schweiz.
00:41:56: zu dieser Zeit haben sie sich Richtung Westen verschoben und die ganze Warte oder die ganze Gegend hier besetzt.
00:42:04: Die Berner Zeitdauer zweieinhalbfünfzig Jahre...
00:42:07: Im Gegensatz zu den Savoyern hatten die Berner einen anderen Fokus.
00:42:11: Die Berner dann hatten es mehr als administratives Zentrum, man muss sich dann vorstellen der Handel hat sich natürlich auch verschoben, da ging mehr über das Meer oder den Rhein.
00:42:20: also das heißt hier,
00:42:22: dass
00:42:22: verlor etwas die Wichtigkeit des Handels.
00:42:27: und dann die Lokalen, die übernehmen und schlussendlich Schlosschihung Kulturelles, kulturgut schließlich sichern und öffnen für die Besucher heute.
00:42:42: Seit IIIIII gehört Schloss Chillon dem Kanton Wad.
00:42:46: Franziska führt uns durch den alten Schloss Mord.
00:42:50: Wir starten im Untergeschoss im Keller wo früher Nahrung gelagert wurde und die Verliese für
00:42:57: Gefangen.
00:42:57: Also was wahrscheinlich gut war für Nahrungsmittel aufzubewahren war weniger angenehm für die Gefangenen da.
00:43:07: die hatten natürlich selten Bedingungen.
00:43:11: Und
00:43:11: Eingefangener der Savoia schrieb
00:43:13: Geschichte.
00:43:17: Da ganz wichtig
00:43:18: für die Geschichte von Chillon oder die Bekanntheit ist erher hier, ich weiß nicht ob ihr den englischen Schriftsteller kennt.
00:43:26: Bayern kommt hier Anfangs XIX.
00:43:29: Jahrhundert besucht Chillon und schreibt ein Gedicht um.
00:43:32: dieses Gedicht wie ein Lauffeuer das breitet sich aus wird nach England geschickt und er kreiert eigentlich einen ganzen Mythos rund um Chillon, um einige Fangenschaften.
00:43:45: Der Titel des Gedichtes von eighteenhundertsechzehn lautet der Gefangene von Chillon Und der Gefangener, der dort beschrieben wird ist François Bonivar.
00:43:56: Er kämpfte dafür dass die Region von den Savoyern unabhängig bleibt und wird genau von denen dafür eingesperrt.
00:44:04: Das war fast fünfhundert Jahre vor Erscheinen des Gedichtes.
00:44:36: Tatsächlich blicken wir auf den Abbrug eines nackten Fußs.
00:44:39: Natürlich kein echter!
00:44:42: Bonivat ist so lange in seinem Gefängnis, dass Byron im letzten Vers dem Gefangenen in den Mund legt... Sogar meine Ketten waren mir vertraut geworden.
00:44:52: Wie wahr ist es das eine lange Gewöhnung uns zudem macht was wir sind?
00:44:58: Mit einem Seufzer habe ich meine Freiheit widererlangt heißt es im letzten vers des Gedichts.
00:45:04: fast wehmütig Das Gedicht fand nach seiner Veröffentlichung großen Anklang und machte den Ort berühmt.
00:45:12: Lord Byron leutete den Beginn des Tourismus in der Region ein, abgeleitet von dem Wort das auch für uns so wichtig ist – Grand Tour!
00:45:22: Die Grand Tour-Teilnehmer werden zu Touristen unsere Vorläufer sozusagen.
00:45:29: Die Engländer wurden oft nach Europa geschickt für den Grand Tour, um sich zu bilden.
00:45:36: Sie gingen nach Rom und Paris, nach Athen.
00:45:39: Das wurden dann diese Tourists.
00:45:41: Und die kamen auch nach Montreux und nach Chillon und haben so eigentlich den Ort bekannt gemacht.
00:45:47: Bis heute bleibt das eigentlich
00:45:48: so.".
00:45:49: Und Schloss Chillon ist heute das meistbesuchte historische Gebäude der Schweiz.
00:45:56: Wir waren unten, wo es wahrscheinlich gar nicht viel gab.
00:45:59: Etwas trockenes Brot und Wein.
00:46:01: Und hier oben ist dann Qualität und Quantitäter.
00:46:05: Ein mittelartig Bankett.
00:46:06: ihr habt zwar schon gelesen oder in Filmen gesehen
00:46:10: man setzt sich hin
00:46:11: und das wird gegessen.
00:46:12: gegessen bis
00:46:13: nichts mehr geht.
00:46:14: Und wenn nix mehr geht?
00:46:16: Nach dem Essen wird man müde, wenn man sich hinlegen
00:46:19: kann.
00:46:20: Also schauen wir uns in einem der Schlafzimmer um in dem Bett und Schrank stehen, die der Einrichtung der Berner Zeit nachempfunden sind.
00:46:28: Wir gehen weiter in den...
00:46:29: ...Berner Wappenzahl ähnlich wie unten eine große Räumlichkeit sei es für Festlichkeiten später eher so als Büroräumlichkeit wo man vielleicht Schriftarbeiten erledigt hat offizielle Gäste empfangen hat
00:46:44: Und betrachten im Hauptschlafzimmer die bunten Wandmalereien die aufs vierzehnte Jahrhundert zurückgehen
00:46:50: Was dann eindrücklich ist, dass sie nicht nur Tiere, die wir hier kennen.
00:46:54: Sondern auch das Dromedal und die exotischen Tiere.
00:46:58: Und da kommt wieder der Handel.
00:47:00: Die Händler hatten nicht nur Güter bei sich, die hatten vielleicht auch Zeichnungen, Geschichten oder sogar Tiere bei
00:47:07: sich.
00:47:07: Bevor wir dann die Tour in der Kapelle und anschließend im Schlossturm abschließen.
00:47:13: Wahnsinn!
00:47:14: Findet auch Franziska.
00:47:16: Sie drückt sich nur etwas eloquenter
00:47:33: aus.
00:47:35: Auf ihren Führungen hat Franziska schon so
00:47:38: einiges
00:47:38: erlebt.
00:47:42: Eigentlich meist Schönes erzählt sie, eine Geschichte wollen wir ihnen nicht vorenthalten!
00:47:51: Eindrücklichste war, als ich in der Führung mit der Schulklasse zu den Latrinen komme und ich schon etwas komisch finde das die Türe zu ist.
00:48:02: Und ich mach dann die Türen auf und da sitzt eine Dame auf dem Thron!
00:48:07: Da war ich so erstaunt wie sie auch und habe wahrscheinlich etwas hart reagiert und gesagt Das macht man hier nicht... Das war ja so one-in-a-lifetime.
00:48:34: irgendwie wünscht man Franziska, dass das auch wirklich once in a lifetime bleibt.
00:48:40: Ein Wow-Moment der anderen Sorte.
00:48:43: Sonst hat sie die aber auch
00:48:44: erzählt Sie?
00:48:46: Sehr viel Erstaunen.
00:48:47: und so der Wow-Moment.
00:48:49: und Oh!
00:48:49: Und ist das wirklich so?
00:48:51: und ja einfach zu glauben, dass er schon so alt ist und doch noch
00:48:59: da steht... in den Burgmauern.
00:49:07: Bevor wir uns dem nächsten Tipp von Dagmar Wittmann,
00:49:11: der lautete ein Besuch im ehemaligen Wohnhaus von Charlie Chaplin oder auch Scharlou
00:49:18: bis ihn hier nennen.
00:49:30: Wir fahren
00:49:30: also nach
00:49:31: Kossier-sur-Bürvet und weit von Montreux Und dort erwartet uns bereits?
00:49:47: Ja mein Name ist Susanne Sinclair
00:49:50: und ich arbeite heute als Führerin hier
00:49:52: im Chaplins World.
00:49:53: Sie führt uns als Kennerin und Bewunderin durch Chaplins Welt.
00:49:58: Viele Leute wollen den Dalai Lama treffen, also ich hätte gerne Charlie Chaplin getroffen.
00:50:03: Eröffnet wurde die Chaplines World im April-Sechzehnt.
00:50:07: Als wir zu Besuch sind, feiert die Chaplain's World zehnten Geburtstag –
00:50:11: und nicht nur die!
00:50:12: Es wäre auch der Geburtstag von Charly Chaplin, sein hundertsiebenund treißigster.
00:50:39: Der sechzehnte
00:50:39: April scheint
00:50:40: irgendwie so ein wichtiges Datum zu sein.
00:50:44: Die Chaplins World befindet sich auf einem weitläufigen Grundstück
00:50:48: am Genfersee.
00:50:49: Sie besteht aus mehreren Teilen, dem Manoir – also den ehemaligen Wohnhaus-Chaplins, dem Studio in dem seinen Werk nachzuerleben ist und
00:51:00: dem Park.
00:51:06: Jede Tour durch die Welt Charlie Chaplints beginnt mit einem kurzen Film über Chaplint's künstlerisches
00:51:28: Werk.
00:51:35: Was eigentlich wichtig ist,
00:51:38: Charlie Chaplin hat ja immer gesagt,
00:51:40: wer
00:51:41: meine Filme verstehen muss, der muss auch wissen wie ich bin und wo ich herkomme.
00:51:45: Aufgewachsen ist Chaplin in eher ärmlichen Verhältnissen in London.
00:51:54: Er wuchs vor allem mit seiner Mutter und seinem älteren Bruder Sidney
00:51:57: auf
00:51:58: Und man kann wirklich
00:51:59: sagen die erste Fachkompetenz.
00:52:01: Ich denke das ist wirklich Imitation.
00:52:04: Deshalb ist
00:52:04: Chaplin auch Pantomime
00:52:05: geworden.
00:52:07: Der hatte keine normale Kindheit, nicht?
00:52:09: Sein Bruder ging dann relativ schnell ins Militär auch um Geld zu verdienen und so weiter.
00:52:14: Und Chaplin
00:52:16: blieb
00:52:16: alleine
00:52:16: zurück.
00:52:17: Schon als Kind
00:52:18: hatte Chaplin erste Bühnen auftreten... ...und hat sich nach und nach hochgearbeitet von London nach Amerika
00:52:27: nach Hollywood.
00:52:27: Chaplin hat ab nur neunzehnhundert vierzehn,
00:52:31: wo er spontan dieses Kostüm eigentlich ausgewählt hat.
00:52:35: Da
00:52:35: gab es gar keinen Konzept!
00:52:37: Der hat das so mit dem Bauch alles gemacht.
00:52:39: Wir rechnen mal das und dies und jenes.
00:52:41: Und das hat ja dann eingeschlagen
00:52:42: wie eine Bombe!
00:52:46: Charlie Chaplin erschafft damals die bis heute ikonische Figur des Tramp, eines Landstreichers – und feiert seinen Durchbruch.
00:52:55: Auf viele Jahre des Erfolgs folgten Jahre der Überwachung durch das amerikanische FBI.
00:53:01: Der Grund?
00:53:02: Chaplin wurde verdächtigt, Kommunist zu sein
00:53:12: Und auf einmal zieht man dir so den Teppich unseren Füßen
00:53:15: weg.
00:53:27: Dem Tipp seines Bruders folgend kaufte Chaplin mit seiner Frau Una kurzerhand ein Haus in der Schweiz, das Haus vor dem wir jetzt mit zu Sonne stehen.
00:53:39: War der so glücklich?
00:53:40: Weil?
00:53:41: er hat dann gesagt, das ist ja unglaublich.
00:53:43: Es erkennt mich
00:53:44: keiner!
00:53:44: Das ist toll!
00:53:47: Ich bin frei und so hat er auch hier
00:53:50: gelebt.".
00:53:50: Nach dem Besuch im Studio geht die Reise als Besucherin oder Besucher hier weiter.
00:53:56: Man lernt die Privatperson-Chäppeln noch etwas besser kennen.
00:53:59: Er war
00:54:00: wirklich jemand,
00:54:01: der ein starkes humanistisches Interesse hatte.
00:54:06: Also man hat
00:54:07: das
00:54:08: oft verwechselt mit Politik, aber natürlich ist Politik immer auch eine Analyse
00:54:15: der sozialen Gegebenheiten
00:54:17: und so weiter.
00:54:17: Aber eigentlich war er vor allem hatte ein humanistisches Interesse und hat versucht auch mit seinen Werken und auch mit seinem Geld gute Dinge zu
00:54:27: tun.".
00:54:28: Das zu zeigen sei ein erklärtes Ziel der Person die hinter der Chaplins World
00:54:33: stehen.
00:54:34: zeigen wo er herkommt,
00:54:35: welche Position
00:54:37: er inne hatte
00:54:37: schon zu Lebzeiten
00:54:39: und hier im Haus
00:54:40: ist es wirklich sage ich
00:54:41: mal mehr die Privatperson
00:54:43: Charlie Chaplin.
00:54:44: Wo man einen kleinen Einblick bekommt wie der eigentlich gelebt
00:54:48: hat
00:54:48: mit seinen acht Kindern hier und er hat ja
00:54:50: immer gesagt und geschrieben dass das die fünfundzwanzig glücklichsten
00:54:55: Jahre in seinem
00:54:56: Leben waren und ich denke man kann das fast ein bisschen spüren.
00:55:02: Heute sagt man gute Vibes.
00:55:04: Mit Susanne sitzen wir noch eine kurze Weile auf der Veranda vor dem Wohnhaus.
00:55:10: Um uns herum finden die Geburtstagsvorbereitung statt, ganz im Sinne Chaplins wird es ein Zirkus festgeben.
00:55:18: Nachdem du erzählt hast, hätte sie ihm wahrscheinlich
00:55:19: gefallen dass hier an seinem Geburtstag Kuchen ausgegeben werden.
00:55:26: Kinder spielen auf der Wiese und eine Frau auf riesigen Stelzen läuft an uns vorbei.
00:55:36: Unter entfernt spielt
00:55:39: eine Band.
00:55:40: Die guten
00:55:41: Vibes
00:55:42: um uns herum, die saugen wir noch einmal bevor es wieder weitergeht.
00:55:47: aber das tut es dann erst in der nächsten Folge.
00:55:54: Die erscheint in zwei Wochen.
00:55:57: von Montreux bringt uns der Zug dann nach Leukerbad im Wallis und von dort nach Kuhr in Graubünden.
00:56:05: Und bis dahin sagen wir Danke fürs zuhören und bis bald auf dieser Grand Tour, der Grand Train-Tour of Switzerland.
00:56:15: Ich bin Anna und
00:56:16: ich bin Jonas.
00:56:17: bis zum nächsten Mal!
Neuer Kommentar